Psychotherapie hilft

Probleme & Spezialisierung

Psychische Probleme oder Störungen können sich in sehr verschiedenen Lebensbereichen bemerkbar machen. Sie können das Denken, Fühlen oder Verhalten betreffen und dieses unterschiedlich beeinträchtigen. Meiner Erfahrung nach stehen psychische Probleme aber fast immer in Zusammenhang mit dem Umgang mit eigenen Gefühlen sowie der Interaktion mit Anderen. 

Die folgenden Beschreibungen sind angelehnt an das ICD-10, das Diagnosemanual nach dem in Europa psychische Erkrankungen klassifiziert werden. Diese Klassifizierung kann hilfreich sein, um Schwierigkeiten einzuordnen und passende Hilfsangebote zu finden. Sie sollten jedoch nicht verwechselt werden mit einer generischen Erklärung oder der Beschreibung der gesamten Person. Ich betrachte Diagnosen als Hilfskonstrukte, die zu einem Gespräch über die Probleme und dahinter liegenden Themen einladen sollen.

In den folgenden Themenbereichen bringe ich viel Erfahrung in der Gestaltung von therapeutischen Entwicklungsprozessen mit. Natürlich können Sie sich aber auch an mich wenden, falls Ihre Themen andere sein sollten.

Ängste

Ängste können sich in ganz verschiedenen Formen zeigen, bspw. eine andauernde Beschäftigung mit Sorgen, Phobien oder Panikattacken ...

… Gemeinsam ist allen Formen der Angst, dass sie sich stark negativ auf die Lebensqualität auswirken, weil sie einschränken und den Blick auf das Gute verstellen. Angststörungen können mit moderner Psychotherapie sehr erfolgreich behandelt werden.

Depression

Eine Depression betrifft Stimmung, Antrieb und Energielevel eines Menschen. Meistens dominieren Gefühle von Traurigkeit, Verzweiflung ...

… oder Leere. Es fällt Menschen schwer, morgens aufzustehen und sich aufzuraffen, Dinge umzusetzen. Alles erscheint bedeutungslos. Depression ist heute in Europa sehr weit verbreitet und kein Grund, sich zu schämen. Moderne Psychotherapie kann helfen, Veränderungen anzustoßen und einen Umgang mit unveränderbaren Symptomen zu finden.

PTBS

Die Post-Traumatische Belastungsstörung beschreibt sehr intensive Symptome, die nach einem traumatischen Ereignis auftreten können ...

… Diese Symptome umfassen starke Nervosität und andauernde Wachsamkeit, damit einhergehend meist Schlafstörungen. Weiterhin treten sogenannte Flashbacks auf, innere „Filme“, in denen das Trauma wiedererlebt wird, meist ausgelöst durch einen „Trigger“. Betroffene versuchen meist alles zu vermeiden, was sie an das Ereignis erinnern könnte, was kurzfristig ratsam ist, langfristig aber aufrechterhaltend für die Symptomatik wirkt. Traumatherapeutische Interventionen können helfen, wieder festen Boden unter den Füßen zurückzugewinnen. Mittels gezielter Techniken wie EMDR kann zusätzlich eine Expositionsbehandlung durchgeführt werden, was häufig zu einer drastischen Reduktion oder gar Verschwinden der Symptomatik führt.

komplexe PTBS

Die komplexe Posttraumatische Belastungsstörung beschreibt sehr tiefgreifende Schwierigkeiten, die sich insbesondere in Interaktion ...

… mit anderen und sich selbst auswirken. Aufgrund von massiven, lange andauernden Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen leiden die Betroffenen meist unter geringem Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten anderen Menschen zu vertrauen und Denkmustern, die vor allem Negatives erwarten. Zudem sind oder waren zusätzlich die Symptome einer PTBS vorhanden.
Eine psychotherapeutische Behandlung kann dabei helfen, ins Leben (zurück) zu finden und zufriedenstellendere Beziehungen zu führen. Selbstverletzungen können reduziert und positivere Selbstwahrnehmung aufgebaut werden. Der psychotherapeutische Prozess sollte auf längere Zeitdauer angelegt werden, um behutsame Veränderungen zu ermöglichen.

(Lebens-) Krise

Krisen gehören zum Leben eines jeden Menschen dazu. Sie sind nie einfach zu bewältigen, aber manchmal scheinen sie unbezwingbar...

… Und manchmal verändert sich das Leben in einer Sekunde drastisch. Damit müssen Menschen umgehen und meistens gelingt das auch. Doch wenn ein Mensch „nicht mehr ein noch aus“ weiß, steigt das Empfinden von Hilfs- und Hoffnungslosigkeit. Die Gedanken engen sich ein, es entsteht ein „Tunnelblick“ und auch die Gefühle reduzieren sich auf nur noch ein Empfinden. So fällt es schwer, sich an neue Situationen anzupassen oder kreative Lösungen zu suchen. Der Schmerz, die Scham, die Belastung können sich unaushaltbar anfühlen. Der Wunsch, dass dies aufhören möge, kann zu suizidalen Gedanken und manchmal sogar Handlungen führen. Sollten Sie an diesem Punkt stehen, bitte ich Sie dringend, sich Hilfe zu holen. Menschen können auch die schwersten Krisen überwinden, doch manchmal gelingt dies nicht allein. 

Ich begleite Sie in der und durch die Krise. Die einzige Voraussetzung ist, dass Sie sich und Ihrem Leben eine Chance geben, das bedeutet, sich von der Umsetzung suizidaler Handlungen für den Moment distanzieren können.

Psychose & Schizophrenie

Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Nervosität und Ängste können Symptome einer ...

… akuten psychotischen Episode sein. Dies kann zudem von schweren depressiven Symptomen, Antriebsminderung und Schlafstörungen begleitet werden. Bei akuten psychotischen Erkrankungen empfehle ich dringend eine  medikamentöse Behandlung durch einen Psychiater. Psychotherapie kann jedoch sehr hilfreich sein, um das Erfahrene zu verarbeiten und Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu finden.